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11. Herbstforum der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin GRM

Regenerative Medizin ist deutlich mehr als Stammzellforschung – so eine Bestandsaufnahme aus der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin e.V. Sie passte gut zum Titel des diesjährigen Treffens von Experten aus Medizin, Grundlagenforschung, Politik, Behörden und Industrie am 8. November in Berlin: „Diagnose: Regenerative Medizin am Scheideweg. Deutsches Biotech-Potenzial ohne Perspektive?“

„Wir haben diesmal bewusst einen provokant anmutenden Titel gewählt“, hatte eingangs Ulrike Schwemmer als GRM-Vorsitzende gesagt. Von der Politik erhofft sie sich in den nächsten vier Jahren entscheidende Weichenstellungen für den jungen Zweig der Medizin, den die Fachgesellschaft vertritt. „Regenerative Medizin ist deutlich mehr als Stammzellforschung. Sie sollte mit all ihren Facetten im neuen Koalitionsvertrag verankert sein.“ Schwemmer stellte in Aussicht, dass die Fachgesellschaft demnächst ein White Paper mit ihren Wünschen an die Politik, insbesondere an den neu zu konstituierenden Gesundheitsausschuss des Parlaments, vorlegen wird.

Prof. Dr. Konrad Kohler, Vorstandsmitglied der GRM, Koordinator des ZRM (Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin) am Universitätsklinikum Tübingen und REGiNA-Projektleiter, machte das am Beispiel der Behandlung der Inkontinenz fest – ebenfalls eines der ganz großen, wenn auch tabuisierten medizinischen Themen in einer alternden Gesellschaft. „Hier gibt es hoffnungsvolle Ansätze aus dem Bereich der regenerativen Medizin, doch es fehlen vergleichende Studien, die auch die langfristigen Kosten umfassend berücksichtigen.“

Fazit am Ende eines informationsreichen Expertentreffens: Das deutsche Biotech- Potenzial ist keineswegs ohne Perspektive, wie die Titelfrage das Tages befürchten ließ. Doch nach der Euphorie der Anfangsjahre haben die Akteure nun mit den Mühen der Ebene zu kämpfen. Da dies Neuland mit bisher unbekannten wissenschaftlichen, juristischen und wirtschaftlichen Herausforderungen darstellt, brauchen sie die Unterstützung von Politik und Gesellschaft im besonderen Maße.

Selbstbewusstsein können sie dabei aus dem technisch und medizinisch bereits Erreichten schöpfen. Die Heilung von schweren Brandverletzungen bietet dafür ein exzellentes Beispiel. Der Mediziner und Wissenschaftliche Sprecher der GRM Hans-Oliver Rennekampff, der sich auf diesem Gebiet engagiert, wies während der Veranstaltung zudem auf den „Nachhaltigkeitseffekt des Regenerierens“ hin. Nachhaltigkeit - wer denkt in diesem Zusammenhang nicht sofort an das, viel diskutierte und politisch stark geförderte, Gebiet der regenerativen Energien? Ein Gedanke, der durchaus Mut machen kann.

Quelle: GRM – Lesen Sie hier< die gesamte Pressemitteilung zum Herbstforum