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Biomaterialien

Quer durch alle medizinischen Disziplinen wird in Tübingen an neuen Biomaterialien gearbeitet. Als organische oder sogar bioaktive Komponente sind sie zunehmend wichtige Bestandteile innovativer Therapien.

Schon seit Längerem werden denaturierte und modifizierte Proteine auf Kollagenbasis als organisches Ersatzmaterial eingesetzt - etwa für Herz- und Gefäßklappen oder als Trägermaterial für Knorpel-Regenerate. Neuere Technologien sind bioaktive Beschichtungen für Instrumente und Implantate, die dadurch biokompatibel und abstoßungssicher werden.

Eine revolutionäre Neuentwicklung sind Beschichtungen aus lebenden Zellen, die eine ganz bestimmte Funktion erfüllen beziehungsweise regenerieren. Solche Beschichtungen werden nicht nur in vitroi aufgebracht: In der Tübinger Herzchirurgie wird beispielsweise an der Entwicklung von selbst-besiedelnden Gefäß-Implantaten gearbeitet.

Folgende Einrichtungen und Kliniken beschäftigen sich intensiv mit neuen Biomaterialien und funktionellen Oberflächen:

Anatomisches Institut

  • Entwicklung von biologischen Beschichtungen für Stentsi (Gefäßwandstützen)
  • Untersuchung von zellbesiedelten Gefäßprothesen im Bioreaktor

Klinik für Allgemiene, Viszeral- und Transplantationschirurgie

  • Entwicklung eines bioartifiziellen Leberersatzsystems

Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Unfallklinik

  • Erforschung des therapeutischen Potenzials einer Kombination aus gezüchtetem Hautgewebe und azellulärem Hautersatz
  • Entwicklung von neuartigen Wundauflagen, die das Zusammenwachsen der Haut stimulieren
  • Prüfung von zertifizierten industriellen Materialien für Wundauflagen
  • Entwicklung von Leitschienen zur Überbrückung von Nervendefekten

Klinik für Neurochirurgie

  • Forschen nach biokompatiblen Materialien und biologischen Beschichtungen für akustische Hirnstamm-Implantate

Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

  • Referenzzentrum für die Analyse neu entwickelter biochemischer Beschichtungen für Gefäßimplantate und Medizingeräte
  • Entwicklung von Gefäßprothesen und Herzklappen-Transplantaten, auf denen sich ein Epitheli aus patienteneigenen Zellen entwickeln kann

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

  • Entwicklung und Optimierung eines resorbierbaren Trägermaterials für gezüchteten Knochenersatz im Kieferbereich

Orthopädische Klinik

  • Untersuchung verschiedener Matrix-Materialien auf ihre Eignung für die ACT (Autologe Chondrozyteni-Transplantation)
  • Entwicklung von stabilen biologischen Beschichtungen, die das Einheilen von orthopädischen Prothesen verbessern
  • Entwicklung von Trägermaterialien für Bandscheiben- und Meniskusregenerate