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Hautersatz wird immer hautähnlicher

Ausgehend von menschlichen Hautzellen haben Züricher Forscher erstmals Haut gezüchtet, die auch Blut- und Lymphgefäße enthält. Damit sind sie dem Ziel, einen vollwertigen Hautersatz zu schaffen, einen großen Schritt näher gekommen.

Hauttransplantationen werden bereits zur Therapie schlecht heilender Wunden und bei Verbrennungen eingesetzt. Die dafür benötigte Haut kann dem einzelnen Patienten jedoch nur in begrenztem Umfang entnommen werden, da der Eingriff wiederum neue Wunden verursacht. Eine Möglichkeit neben der gängigen Hauttransplantation ist, im Labor aus patienteneigenen Zellen einen Hautersatz herzustellen, der der natürlichen menschlichen Haut sehr nahe kommt. Bisher enthielt dieser Hautersatz jedoch noch keine Blut- und Lymphgefäße, keine Pigmentierung, keine Schweißdrüsen oder Haarfollikel und keine Nerven.

Forschende des Kinderspitals Zürich und der Universität Zürich haben jetzt alle notwendigen Typen von Hautzellen aus menschlichem Hautgewebe isoliert und damit einen der Vollhaut ähnlichen Hautersatz hergestellt, der auch Blut- und Lymphgefäße enthält. Mit aus der menschlichen Unterhaut isolierten Lymphgefäßzellen haben die Forschenden Lymphkapillaren hergestellt. Zusammen mit den ebenso entwickelten Blutkapillaren ist eine schnelle und effiziente Gefäßversorgung des Hautersatzes gewährleistet. Dies war bisher ein wichtiges ungelöstes Problem in der molekularen Gewebebiologie und in der Regenerativen Medizin. «Wir gehen davon aus, dass mit Lymph- und Blutgefäßen versehene Hautsubstitute in Zukunft sowohl die Ansammlung von Gewebsflüssigkeit verhindern, als auch eine rasche Blutversorgung des Transplantats gewährleisten werden“, sagt Prof. Ernst Reichmann, Leiter der Tissue Biology Research Unit am Kinderspital Zürich. Dadurch könne das Einheilen und die organtypische Struktur eines solchen Hautersatzes entscheidend verbessert werden. Eine erste klinische Anwendung dieser komplexen Hautsubstitute ist für das Jahr 2014 vorgesehen, wobei dieser Hautersatz noch keine Blut- und Lymphgefäße enthalten wird, da die Zulassung noch erfolgen muss.?

Quelle: idw<