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Knochenzement mit Regenerations-Plus

Gebrochene Wirbelkörper können mit Knochenzement stabilisiert werden. Ein neuartiger Zement mit Wachstumsfaktoren soll in Zukunft die Knochenregeneration gezielt fördern.

Zu Beginn der Knochenheilung nach Wirbelbrüchen wird eine große Festigkeit vom Knochenzement gefordert, um den noch schwachen Knochen zu unterstützen. Im Lauf des Heilungsprozesses wird der Knochen immer stabiler. Ideal wäre es, wenn die Festigkeit des Knochenzementes mit der Zeit in dem Maße abnehmen würde, wie die Festigkeit des heilenden Wirbelknochens zunimmt, um den Heilungsprozess zu fördern.

Dieses Ziel verfolgt ein neues Projekt, das von Jenaer Materialwissenschaftlern geleitet wird. Mit dem Heidelberger Unternehmen Biopharm konnte ein industrieller Partner mit besonderer Kompetenz zu Wachstumsfaktoren gefunden werden. Die Wachstumsfaktoren steuern und beschleunigen die Umwandlung des Zementes in körpereigene Knochensubstanz. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms „KMU innovativ: Biotechnologie – BioChance“ mit über einer Million Euro gefördert.

Der zu entwickelnde Knochenzement zielt vor allem auf die Anwendung im osteoporotischen Knochen. „Die Struktur und die Eigenschaften des Knochenzements sollen so eingestellt werden, dass nach der Stabilisierung des Wirbelkörpers eine ausreichende Festigkeit gegeben ist und die Resorbierbarkeit eingestellt werden kann. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass das Material auch für einen Chirurgen unter Operationsbedingungen handhabbar ist“, weist Jörg Bossert vom Lehrstuhl für Materialwissenschaft der Universität Jena auf die Anforderungen hin. Der Clou der Jenaer Innovation: Der Zement soll Proteine freisetzen, die gezielt den Knochenaufbau fördern. Erste Versuche mit Prototypen des neuen Knochenzements verliefen bereits vielversprechend. Mit der Marktreife wird bei erfolgreichem Projektverlauf in etwa vier bis fünf Jahren gerechnet.

Quelle: idw<