Struktur02

warning: Creating default object from empty value in /info/wwv/data/uni/kar/includes/common.inc(1695) : eval()'d code on line 25.

„Laborhaut“ für Kinder mit Verbrennungen

Schweizer Forschern gelang es, Zellen der Unter- und Oberhaut in einer biologischen Struktur zu züchten und zu transplantieren, die dem Aufbau der natürlichen Haut sehr nahe kommt. Diese Innovation der Regenerativen Medizin könnte die Lebensqualität tausender Patienten verbessern.

Gerade bei Kindern ist der Handlungsbedarf hoch: So vernarbt verbrannte Haut und wächst mit dem Kind nicht mit. Oberhauttransplantate retteten zwar oft das Leben von Schwerverletzten, aber sie machten bislang mehr als 70 Operationen bis ins Erwachsenenalter notwendig. Bei brandverletzten Patienten erzielen Mediziner zurzeit die besten Ergebnisse, wenn gesunde patienteneigene Vollhaut beispielsweise von den Fußsohlen transplantiert wird. Denn diese Vollhaut bildet nur sehr selten überschießende Narben. Leider steht sie aber naturgemäß nur begrenzt und für kleinere Flächen zur Verfügung. Was fehlt, ist ein im Labor gezüchteter Vollhautersatz, der ähnlich gut vertragen wird wie die eigene Vollhaut.

Das soll sich bald ändern. „Der Durchbruch zur wirklichen Weiterentwicklung von Hauttransplantaten aus dem Labor wurde mit der Entwicklung einer Trägersubstanz erzielt. Allein das hat uns fünf Jahre gekostet“, so PD Dr. Clemens Schiestl, Leiter des Zentrums für brandverletzte Kinder am Kinderspital Zürich. Die Matrix ermögliche es nun, Zellen der Unter- und Oberhaut zu züchten und zu transplantieren, so dass sie eine stabile und gut aufgebaute Haut ergeben. Zusammen mit Wissenschaftlern aus Berlin und Amsterdam haben die Schweizer Experten im kommenden Jahr aufwändige Studien geplant, die von der EU mit sechs Millionen Euro gefördert werden. 2013 wird die neuartige Laborhaut erstmals in Zürich bei verbrannten Kindern aufgelegt.

Quelle: idw<