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Medizin lernt von Fischflossen-Regeneration

Zebrafische können verletzte oder teilamputierte Flossen komplett regenerieren. Ulmer Wissenschaftler haben einen neuen zentralen Steuerungsmechanismus für die Flossen-Regeneration aufgedeckt.

Man stelle sich vor: Ein Mensch verliert durch einen Unfall einen Arm und er wächst von sich aus komplett nach. Was nach Science-Fiction klingt, ist für den Zebrafisch in Bezug auf seine Flossen eine Selbstverständlichkeit. „Der drei bis vier Zentimeter kleine Fisch, der im Deutschen eigentlich Zebrabärbling heißt, hat eine Eigenheit, um die ihn wohl nicht nur die Unfall-Chirurgie beneidet. Er kann verletzte oder teilamputierte Flossen komplett regenerieren“, erklärt Prof. Gilbert Weidinger vom Institut für Biochemie und Molekulare Biologie der Universität Ulm. Er hat nun mit Kollegen einen neuen zentralen Steuerungsmechanismus für die Regeneration von Zebrafischflossen aufgedeckt.

Die Schwanzflossen eignen sich hervorragend, um die Regeneration von Gewebe zu studieren. „Sie bestehen aus Knochen, Haut und Nerven, aus Blutgefäßen und anderen Zelltypen, die alle sehr rasch und perfekt miteinander koordiniert regenerieren. Egal wieviel von einer Flosse fehlt, sie wächst immer exakt auf die richtige Größe nach“, erläutert Dr. Daniel Wehner. Die Forscher konnten zeigen, über welchen zellulären Signalweg die Feinsteuerung der Regeneration kontrolliert wird. „Dieser bisher unbekannte Modus der Regenerationskontrolle könnte möglicherweise helfen, die grundlegenden zellulären Prozesse soweit aufzuklären, dass damit auch das relativ eingeschränkte Regenerationspotential beim Menschen langfristig verbessert werden könnte“, meinen die Forscher.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in Cell Reports: Wehner et al. "Wnt/beta-Catenin Signaling Defines Organizing Centers that Orchestrate Growth and Differentiation of the Regenerating Zebrafish Caudal Fin". Cell Reports (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.celrep.2013.12.036 Quelle: idw