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Neue Nervenzellen durch Reprogrammierung von Stützzellen

Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München ist es gelungen, Stützzellen des menschlichen Gehirns in funktionelle Nervenzellen umzuwandeln. Damit ist der Weg frei, neue Therapien zur Nervenregeneration nach Krankheit oder Verletzung zu entwickeln.

Nur zwei Transkriptionsfaktoren (regulatorische Proteine, die in der Zelle steuern, welche Gene aktiv bzw. inaktiv sind) sind notwendig, um Stützzellen aus dem erwachsenen Gehirn von Patienten wieder in funktionelle Nervenzellen umzuwandeln. Das zeigt die aktuelle Studie von Prof. Dr. Magdalena Götz, Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik der Ludwig-Maximilians-Universität München, und Prof. Dr. Benedikt Berninger, jetzt an der Universität Mainz.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass Stützzellen des menschlichen Gehirns direkt in Nervenzellen umgewandelt werden können – ohne den Umweg über pluripotente Stammzellen. Das langfristige Ziel dieser bahnbrechenden Arbeiten ist es, die Umprogrammierung nach Gehirnverletzungen direkt auslösen zu können. „Wir werden nach Wirkstoffen suchen, die es ermöglichen, Stützzellen bei Traumapatienten zu aktivieren und so die Selbstheilung des verletzten Gehirns zu aktivieren“, beschreibt Götz die nächsten Schritte. Dass differenzierte Zellen aller Organe mit Hilfe von Transkriptionsfaktoren in frühe, sogenannte pluripotente Stammzellen umgewandelt werden können, hatte der Japaner Professor Shinya Yamanaka 2006 bewiesen. Dafür wird er in diesem Jahr mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Quelle: idw<