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Regenerative Medizin – Topthema bei den Deutschen Biotechnologietagen 2013

Am 14. Und 15. Mai fanden in Stuttgart die Deutschen Biotechnologietage 2013 statt. Mehr als 700 Teilnehmer diskutierten Perspektiven und neue Entwicklungen der Branche. Eines der Highlights war das Symposium zur Regenerativen Medizin.

Neue Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten stammen zunehmend aus dem Feld der medizinischen Biotechnologie. Speziell die Regenerative Medizin profitiert von den Fortschritten: Biomaterial- und zellbasierte Verfahren durchdringen immer mehr ärztliche Fachgebiete. Als Schaufenster der Branche zeigte das Symposium an ausgewählten Beispielen quer durch Deutschland, was die Regenerative Medizin heute bereits leistet und wie den Patienten in Zukunft besser und schneller geholfen werden soll.

Moderiert wurde das äußerst gut besuchte Symposium von Prof. Dr. Konrad Kohler, Direktor des Tübinger ZRM, Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin, sowie Projektleiter in der Gesundheitsregion REGiNA. Einen Überblick der vielfältigen Zukunftsoptionen von Zelltherapien gab Prof. Dr. Frank Emmrich von der Universität Leipzig und Direktor des dortigen Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI. Emmrich betonte dabei den relativ geringen Kosten- und Entwicklungsaufwand von Zelltherapien. Wie siliziumbasierte Materialien für die Knochenregeneration biologisiert werden können, zeigte Dr. Walter Gericke von der Rostocker ARTOSS GmbH anhand der NanoBone®-Technologie: Implantiert wird ein lebloses Material, aus dem im Körper des Patienten ein abbaubares Biomaterial entsteht. In das Feld der Wundbehandlung führte Dr. Helmut Hierlemann von der PolyMedics Innovations GmbH in Denkendorf. Hierlemann stellte das Konzept und klinische Daten zu Suprathel® vor, einem Wundverbandsystem auf Milchsäurebasis mit regenerationsfördernden Eigenschaften. Den Abschluss bildete der Vortrag von Prof. Dr. Hans Peter Wendel, Forschungsleiter an der Tübinger Universitätsklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und ebenfalls Leiter eines Projekts der Gesundheitsregion REGiNA. Wendel präsentierte innovative Strategien für die Entwicklung „blutfreundlicher“ Medizinprodukte. Er erklärte, wie Stentsi im Körper des Patienten und blutführende Schläuche bzw. Geräte außerhalb des Körpers durch bioaktive Oberflächen die Heilung fördern und Thrombosen sowie Entzündungen entgegen wirken können.