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„Reifenwechsel“ fürs Knie: Tübinger BG-Unfallklinik entwickelt neue Knorpeltherapie

Im neuen REGiNA-Video dreht sich alles ums Knie bzw. um die innovativen Methoden, die an der BG-Unfallklinik in Tübingen entwicklet werden, um Knorpeldefekte zu therapieren.

In der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen, die mit Hilfe der Übertragung von Knorpelzellen – Experten sprechen von der Autologen Chondrozyteni-Transplantation, kurz ACT – die Oberfläche eines Knorpels wiederherstellen kann, steigen die Fallzahlen kontinuierlich an. Für Dr. med. Wilhelm Loewe, Facharzt für allgemeine Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie an der BG Klinik ist die Behandlung daher Routine. „In einer ersten Operation wird Knorpelmaterial entnommen, um es im Labor als Transplantat anzuzüchten“, erklärt Loewe. „In einer zweiten OP wird das verletzte Knorpelteil ausgestanzt; hier wird dann das Transplantat eingelegt und eingenäht.“ Nach den minimalinvasiven Eingriffen entwickeln sich die neuen Zellen auf der defekten Stelle von einem zarten Überzug hin zu einem prall elastischen Kissen – das schließlich die volle Funktion des ursprünglichen Knorpels übernimmt. „Das Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, ganze Oberflächen mit der körpereigenen Substanz überziehen zu können“, so Loewe weiter. „Ähnlich wie bei einem Reifenwechsel, kann man aus einem verschlissenen Kniegelenk wieder ein neues Kniegelenk machen.“

Einen Ansatz dazu entwickelt Privatdozent Dr. med. Bernd Rolauffs, Orthopäde und Unfallchirurg sowie Leiter des Labors für Biomechanik, ebenfalls an der Tübinger BG Klinik. „Wenn wir bei der Reparatur eine natürliche Gewebeumgebung herstellen können, wissen die Zellen sofort, was sie zu machen haben. Wir haben eine Methode entwickelt, die die Mikroumgebung der Zellen mit herausholt und erhält“, erklärt Rolauffs. Aktuell sei man im Gespräch mit Unternehmen, die Knorpelprodukte herstellen, um diesen Ansatz zeitnah in der klinischen Praxis umzusetzen. „Die heutige Methode ist gut, aber mit der Mikroumgebung direkt aus dem menschlichen Gewebe wären die Implantate noch tausendmal besser.“

Quelle: BioRegio STERN<