Struktur02

warning: Creating default object from empty value in /info/wwv/data/uni/kar/includes/common.inc(1695) : eval()'d code on line 25.

Resorbierbare Implantate für die Knochenregeneration

„Bio-Kunststoff" statt herkömmlicher Platten, Schrauben und Nägeln: Österreichische Forscher haben zur Knochenheilung ein abbaubares Implantat entwickelt, das mit der Zeit vom Körper resorbiert wird.

Forscher der TU Graz in Kooperation mit Kollegen der MedUni Graz, der TU Wien sowie der BOKU Wien haben in dem Projekt „BRIC – Bio Resorbable Implants for Children” ein neues Implantat zur Knochenregeneration entwickelt. Da es resorbiert wird und nicht wieder operativ entfernt werden muss, kann so auf eine zweite Operation verzichtet werden. Eingesetzt werden sollen die BRIC v. a. bei Kindern, die unter jedem einzelnen Eingriff besonders leiden.

Den beiden Teams an der TU Graz um Martin Koller, der den biotechnologischen Part übernommen hatte, und Franz Stelzer, der die Biopolymere zu Implantaten verarbeitete, ist es gelungen, mikrobielle Biopolyester, so genannte Polyhydroxyalkanoate, kurz PHAs, zu entwickeln, die zu Implantaten verarbeitet werden. „Die Herstellung ist von fossilen Rohstoffen völlig unabhängig. Dadurch entstehen keine negativen Effekte für den Körper. Das Implantat wird von Bakterien produziert und kann dann vom menschlichen Körper aufgenommen werden, nachdem es seine Aufgabe erfüllt hat“, so Koller. PHAs stellen hochwertige Materialien deren, deren biotechnologische Herstellung auf nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS) basiert.

Ein weiterer Vorteil der neuen Implantate ist, dass sie biokompatibler sind als die bisher eingesetzten Stahl- oder Titan-Werkstoffe und somit den Heilungsprozess der Knochen fördern. Zudem kann über die genaue Zusammensetzung die Abbaugeschwindigkeit des Implantates gesteuert werden. In jener Geschwindigkeit, in der der Knochen heilt, soll dann auch der Abbau des Implantates stattfinden. Derzeit sind die Materialien im Entwicklungsstadium und werden unter anderem auf ihre Abbaugeschwindigkeit und Materialeigenschaften getestet.

Quelle: idw<