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Tissue Engineering

Tübinger Wissenschaftler und Ärzte sind führend dabei, aus patienteneigenem (autologen) Zellmaterial im Labor neues Gewebe zu züchten. Sie entwickeln neuartige Transplantate zum Beispiel für die Orthopädie, die Urologie und die Dermatologie. Dabei profitieren sie von der Nähe zu innovativen Biotech-Unternehmen in der Region, die ihrerseits zu den Pionieren und erfolgreichsten Anbietern im Bereich Tissue Engineeringi gehören.

Auch die Grundlagenforschung kommt nicht zu kurz. Im Umfeld des zrm werden intensiv die Differenzierungsprozesse erforscht, die zu einem funktionalen Gewebe führen. Der Gewebeersatz aus dem Labor kommt dem natürlichen Vorbild umso näher, je besser diese Prozesse verstanden sind und je besser sie gesteuert werden können.

Dahinter stecken ehrgeizige Ziele wie die Heilung degenerativer Erkrankungen, etwa im Knorpelbereich, der Ersatz von Funktionseinheiten wie Herzklappen durch mitwachsende autologe Gewebe und die Transplantation von gezüchteter Haut, die sämtliche Funktionen ihres natürlichen Pendants erfüllt.

Hochschulnahe Forschungseinrichtungen wie das NMI Reutlingen, das MITT (Kompetenzzentrum Minimalinvasive Medizin und Technik Tübingen-Tuttlingen) und das Fraunhofer-Institut IGB (Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik) in Stuttgart beflügeln mit zahlreichen Kooperationen die Weiterentwicklung des Tissue Engineering in Tübingen.

An diesen Kliniken und Einrichtungen der Eberhard-Karls-Universität wird auf dem Gebiet Tissue Engineering geforscht und therapiert:

Anatomisches Institut

  • Entwicklung von Modellgeweben und Bioreaktoren, um Anwendungen zu simulieren und zu analysieren
  • Züchtung von Hautersatz mithilfe adulter Stammzellen aus dem Knochenmark
  • Züchtung von Darm-Epitheli

Frauenklinik

  • Züchtung von Gewebe zur Wundabdeckung, für Brust- und Vagina-Aufbau

Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

  • Einsatz von bakteriellen Zelloberflächenproteinen zur Stimulation der Blutgefäßbildung in gezüchtetem Gewebe

Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie

  • Entwicklung eines bioartifiziellen Leberersatzsystems

Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der BG Unfallklinik

  • Züchtung von Hautersatz mithilfe adulter Stammzellen aus dem Knochenmark
  • Beratung von Forschergruppen, die industrielle Hautsysteme zu Testzwecken entwickeln (Ersatz von Tierversuchen)

Klinik für Kardiologie und Kreislauferkrankungen (Innere Medizin III)

  • Modulation von Endotheli-Gewebe in Gefäßen, um ein therapeutisches "Homing" von Stammzellen zu fördern

Klinik für Neurochirurgie

  • Regeneration von Nervengewebe im zentralen Nervensystem (zum Beispiel zur Wiederherstellung der Hörfunktion)

Klinik für Radioonkologie

  • Züchtung von Hautersatz mithilfe adulter Stammzellen aus dem Knochenmark

Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

  • Entwicklung von selbstbesiedelnden Gefäßprothesen und Herzklappen- Transplantaten (Endothel-Bildung)

Klinik für Urologie

  • Züchtung eines mehrlagigen Urothels zur Harnröhren-Rekonstruktion

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

  • Züchtung von Knochenersatz für großvolumige Defekte im Kiefer
  • Entwicklung von Vaskularisierungs-Strategien für Knochenersatzgewebe
  • Erforschung der Proliferationi und Differenzierung von Knochenhautzellen zu Knochengewebe

Orthopädische Klinik

  • Beweis der Regenerationskraft von gezüchtetem Knorpelgewebe
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen gezüchtetem Knorpelgewebe, Trägermaterialien und Geweben am Einsatzort
  • Züchtung von Meniskus- und Bandscheibengewebe

Radiologische Klinik, Abteilung radiologische Diagnostik

  • Optimierung der MRT (Magnetresonanz-Tomographie) zur Kontrolle der Einheilung von gezüchtetem Knorpelgewebe und anderen Regeneraten