Struktur02

warning: Creating default object from empty value in /info/wwv/data/uni/kar/includes/common.inc(1695) : eval()'d code on line 25.

VascuBone: ein Baukasten für Knochenimplantate

Erfolgreicher Abschluss des des EU-Projekts VascuBone: Neuartige Knochenimplantate könnten in Zukunft das Risiko der Abstoßung verringern, die körpereigenen Regenerationskräfte unterstützen und neues Knochenwachstum anregen.

Als Ergebnis der mehrjährigen Forschungsarbeit wurde dabei die VascuBone-»Toolbox« präsentiert – eine Art Baukasten für die Knochenregeneration. Diese liefert die verschiedenen Komponenten für ein maßgeschneidertes Knochenimplantat, das die körpereigenen Selbstheilungskräfte unterstützt, wenn diese bei schwerwiegenden Verletzungen nicht zur Regeneration ausreichen. Bisher setzen Chirurgen den Patienten entweder Metallimplantate oder körpereigenes Gewebe aus dem Beckenknochen ein. »Beides hat Nachteile: Das Metall bleibt ein Fremdkörper, an dessen Oberfläche sich kein neuer Knochen bildet. Das Material aus dem Beckenknochen wäre eigentlich ideal, doch man kann hier nur eine sehr begrenzte Menge entnehmen«, erklärt die VascuBone-Projektkoordinatorin Prof. Dr. Heike Walles, Forscherin an der Würzburger Universitätsklinik, die zudem das Translationszentrums »Regenerative Therapien für Krebs und Muskuloskelettale Erkrankungen« des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB am Standort Würzburg leitet.

Um eine alternative Lösung zu finden und bessere Knochenimplantate zu ermöglichen, arbeiteten im Rahmen des VascuBone-Projekts 19 Partner aus vier Ländern zusammen. Die neu entwickelte Toolbox ermöglicht es nun, passgenaue vaskularisierte Knochenimplantate herzustellen, mit denen sich sowohl kleinere Defekte als auch schwere Verletzungen angemessen behandeln lassen. Sie basiert auf drei unterschiedlichen Bestandteilen. Die Grundlage des Baukastens ist ein neuartiges Material, ein diamantbeschichtetes, großporiges Keramikgranulat. Da dieses vom menschlichen Organismus gut aufgenommen wird, kann es problemlos in das Knochengewebe eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es bioverträglich und steigert das Wachstum der Knochenzellen. Die zweite Komponente besteht aus Proteinen, die aus dem Blut des Patienten gewonnenen werden und das Knochenwachstum fördern. Den finalen Bestandteil bilden Zellen aus dem Blut oder Rückenmark des Patienten, die bewirken, dass das Implantat nicht abgestoßen wird.

Bereits in vorklinischen Studien bewiesen die Forscher des Projekts, dass die Knochenimplantate das Wachstum von Tumoren nicht beschleunigen. Verschiedene Tests zeigen außerdem, dass sie sich auch dazu eignen, altersschwache Knochen wiederherzustellen. Jetzt müssen nur noch die klinischen Studien absolviert werden, damit die Anwendung der Implantate an Patienten in einigen Jahren erfolgen kann.

Quelle: idw<